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 Erlöser - Kirche - in Venedig

Im Sommer des Jahres 1575 bricht in Venedig eine schreckliche Pestepidemie aus, die in zwei Jahren 50.000 Tote, fast ein Drittel der Einwohner Venedigs, verursachen wird. Im September des Jahres 1576, als das Übel unbesiegbar zu sein scheint, erbittet der Senat die göttliche Hilfe, indem er gelobt eine neue Kirche zu erbauen, die dem Erlöser geweiht ist. Indem rasch unter verschiedenen Alternativen gewählt wird, wird im Mai 1577 der Grundstein für den Entwurf von Palladio gelegt. Am darauffolgenden 20. Juli wird mit einer Prozession, welche die Kirche über eine Brücke aus Booten erreicht, das Ende der Pest gefeiert und eine Tradition eingeleitet, die noch heute andauert.

Die Kirche ist für die Kapuzinermönche bestimmt, die dem Modell der strenggläubigen Franziskaner entsprechend (von denen die Kapuziner einen Bruderorden darstellen) sowohl deren planimetrische Anlage festlegen als auch die Wahl treffen den Einsatz von Marmor und kostbaren Materialien zu vermeiden und dabei auch bei der Ausführung der wunderschönen Kapitelle im Inneren der Kirche Ziegelsteine und Cotto zu bevorzugen. Unter Beachtung des funktionellen Gitters der Kapuziner denkt Palladio wegen der Festlegung der Planimetrie gründlich über die alten Thermalstrukturen als Quelle der Abfolgen der Räume nach, die einer nach dem anderen harmonisch aufeinanderfolgen.

Der Plan geht nämlich auf die harmonische Zusammenstellung von vier räumlichen Zellen zurück, die vollständig festgelegt und voneinander verschieden sind: Das Rechteck des Schiffes, die Seitenkapellen, welche die Narthexform übernehmen, die Zelle, die durch die beiden Apsen und den Filter der gewölbten Säulen gebildet wird, und der Chor. Nachdem diese Formen mit Genauigkeit festgelegt worden waren, studiert Palladio raffinierte Lösungen, um den Übergang von der einen zur anderen zu begleiten und sucht dabei nach einem harmonischen Zusammenspiel des Ganzen. Das Gebälk des oberen Aufbaus umschließt zum Beispiel den gesamten inneren Umfang der Kirche ohne jemals in Übereinstimmung mit den Stützen hervorzutreten und der Diagonalschnitt der Pilaster der Kuppel ist besonders wirkungsvoll.

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